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Christian Zimmerli
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Christian Zimmerli: Raumakustik verbessern – Christian Zimmerli über Klang, Konzentration und Design

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Bedauerlicherweise haben wir Akustik oft viel zu wenig im Blick. Erst wenn es hallt, das Verstehen erschwert ist, Aufmerksamkeit und Konzentration darunter leiden, werden wir wach. Apropos Blick: Akustik hat durchaus auch etwas mit Ästhetik zu tun. Optisch ansprechende Akustiklösungen können dabei zu einer angenehmen Raumakustik und einem ausgewogenen Klangbild beitragen.

STILPUNKTE: Was macht gute Akustik aus – weshalb ist diese so wichtig?

Christian Zimmerli: Eine gute und gesunde Akustik kennt keine störenden Nebengeräusche oder Schallreflexionen, klassisch auch als Hall bezeichnet. Das geschieht, wenn sich Schall im Raum ausbreitet und auf Flächen trifft, die die Wellen in den Raum zurückwerfen. Das ist zwangsläufig bei glatten Flächen der Fall, die Schall nicht absorbieren. Glas, nackte Betonwände und Metalle, so schön oder schick sie auch sein mögen, sind prädestiniert für diese negativen Effekte.

Ob zuhause oder im Büro, eine gute Akustik ist wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit. Nicht nur, dass Nebengeräusche stören oder belastend sein können, diese wirken sich auch auf die Konzentration und Arbeitsleistungen aus. Gesprächsfetzen dringen ans Ohr, klappernde Tastaturen und Telefongeräusche stören die Aufmerksamkeit. Auch wenn man sich dessen vielleicht nicht bewusst ist, ungewollte Ablenkungen dieser Art setzen den Körper unter Stress.

Untersuchungen belegen, dass durch eine mangelhafte bis schlechte Raumakustik die Fehlerrate um bis zu 10 % steigt und das Arbeitsergebnis insgesamt sogar bis zu 30 % darunter leidet. 

Radio Studio Radio Gong München
zimmerli SOUNDS, Sendestudio Radio Gong, München

STILPUNKTE: Professionelle Klangoptimierung für eine schöne Atmosphäre

Christian Zimmerli: Im Prinzip sollte man beherzigen, dass gute Akustik bereits im Grundriss beginnt. Dazu wird unterschieden zwischen Bauakustik und Raumakustik. Während erstere damit beschäftigt ist, Außengeräusche auszublenden, kümmern wir uns in der Raumakustik durch Absorption, wie auch durch gelenkte Diffusion von Schallenergie, um Wohlklang innerhalb von Gebäuden.

Schallschlucker zur Vermeidung schlechter Akustik gibt es viele, wie etwa schallmindernde Accessoires, schalldämmende Platten zur Wandmontage und Module, die von der Decke abgehängt werden. Bei weiten Räumen, wie etwa Grossraumbüros bieten sich schallbremsende Raumtrenner als Schallstopp an. Ob Akustiksäulen, Paneele, auch gern mit Bildmotiven, Möglichkeiten gibt es in den verschiedensten Ausgestaltungen – allerdings, auf das WIE kommt es an. Es ist sehr viel Wissen und Erfahrung erforderlich, um für die optimale Akustik die ideale Lösung erarbeiten zu können. Das Profiteam von Ton- und Bildingenieuren von zimmerli SOUNDS weiß genau, welchen Misstönen oder fehlgeleiteten Schallwellen wie zu Leibe rücken, damit ein behaglicher und motivierender Wohlklang entsteht. 

Konzertflügeltraumraum
zimmerli SOUNDS, Klaviertraumraum

STILPUNKTE: Was bremst Schall nachhaltig – wie ist Ihre Vorgehensweise?

Christian Zimmerli: Das weite Feld der Akustik ist einfach nicht für Bastelei geeignet. Auch der oft herbeizitierte Teppich nützt wenig, es sei denn um etwas Trittschall zu reduzieren. Leider geistert immer noch erstaunlich viel Halbwissen durch die Köpfe, was viel Aufklärungsarbeit bedeutet. Aber wer sich entschieden hat, wird von der Perfektion unserer Arbeit, dem erzielten Raumklang bis hin zum optimalen Hörerlebnis, ob Ruhe und Konzentration oder Klaviertraumraum, begeistert sein.

Klang, eine subjektive Wahrnehmung, erfordert eine detaillierte Messung, um genaue Werte zu erhalten. Daran anschließend erfolgt die Ausarbeitung mit Akustikelementen, die wir exklusiv und komplett in einer Schreinerei in Wuppertal fertigen lassen. Die verwendeten Materialien hierfür sind alle geprüft und unbedenklich. Gern arbeiten wir mit zu Filz verarbeiteter Schafwolle, nachhaltig und vorteilhaft, um Schall schluckende Maßnahmen ergreifen zu können. Je nachdem, wie fest oder locker diese gewalkt ist, fängt sie hohe oder dunkle Töne auf. In Büroräumen arbeiten wir ebenfalls mit Schafwolle, mit Gewebe aus recycelten PET-Flaschen oder, noch besser, mit Absorbern aus recycelter Denim-Baumwolle. Farbtöne und Designs in allen Varianten ermöglichen eine harmonische Gestaltung, passend zu dem bereits vorhandenen Interieur. 

Der perfekte Dreiklang: Ästhetik, Design und ganz viel Akustik!

Wer die eigene Raumakustik professionell analysieren und optimieren lassen möchte, kann bei zimmerli SOUNDS in Düsseldorf einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.

Titelbild: Restaurant Zazalu, Meerbusch

Häufig gestellte Fragen

Was bringen Akustikpaneele?

Akustikpaneele können störende Schallreflexionen reduzieren und dadurch die Raumakustik verbessern. Wie wirksam eine Lösung ist, hängt jedoch davon ab, welche akustischen Probleme im Raum bestehen und wo beziehungsweise in welchem Umfang absorbierende Elemente eingesetzt werden.

Neben Wandpaneelen kommen beispielsweise Deckenelemente, Raumtrenner oder andere Schallabsorber infrage. Deshalb ist es sinnvoll, den tatsächlichen Bedarf vorab zu bestimmen, statt Akustikelemente ausschließlich nach Optik oder Menge auszuwählen. Auch zimmerli SOUNDS empfiehlt eine vorherige Bedarfsplanung zur Bestimmung der notwendigen Module.

Was kann man gegen Hall im Raum tun?

Hall im Raum lässt sich reduzieren, indem störende Schallreflexionen gezielt beeinflusst werden. Besonders glatte und harte Oberflächen wie Glas, Beton oder Metall reflektieren Schall und können dadurch längere Nachhallzeiten begünstigen.

Eine professionelle Raumakustik kann deshalb mit Absorption und gezielter Diffusion arbeiten. Welche Akustikelemente und Flächen benötigt werden, sollte sich an Raumgröße, Nutzung, vorhandenen Materialien und dem gewünschten Klangbild orientieren. zimmerli SOUNDS ermittelt dafür zunächst den Ist-Zustand und leitet daraus Absorptions- und Diffusionsflächen ab.

Wie misst man die Raumakustik?

Professionelle Raumakustik wird anhand objektiver akustischer Messungen beurteilt. Dadurch lässt sich feststellen, wie sich Schall im Raum verhält und an welchen Stellen Maßnahmen zur Optimierung sinnvoll sind. Das Interview beschreibt ausdrücklich eine detaillierte Messung als Ausgangspunkt für die anschließende Ausarbeitung der Akustiklösung.

Bei zimmerli SOUNDS umfasst die Akustikanalyse eine Messung vor Ort, die Erfassung des Raumes und anschließend den Vergleich zwischen Ist- und gewünschtem Sollzustand. Daraus werden unter anderem benötigte Absorptions- und Diffusionsflächen bestimmt.

Wie lässt sich die Akustik im Büro verbessern?

Die Akustik im Büro lässt sich durch eine Kombination aus geeigneter Raumplanung und gezielten schallabsorbierenden beziehungsweise schalllenkenden Maßnahmen verbessern. Je nach Raum können beispielsweise Deckenmodule, Wandabsorber oder akustische Raumtrenner eingesetzt werden.

Gerade in Mehrpersonenbüros sollte die Lösung an die tatsächliche Nutzung angepasst werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt unter anderem Schallschutzelemente an Decken und Wänden sowie eine tätigkeitsbezogene akustische Planung; störende Hintergrundsprache kann insbesondere konzentrierte Tätigkeiten beeinträchtigen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Schallabsorber und einem Diffusor?

Ein Schallabsorber reduziert reflektierte Schallenergie und kann dadurch die Nachhallzeit verringern. Ein Diffusor verfolgt ein anderes Prinzip: Er verteilt Schallenergie gezielter im Raum, statt sie hauptsächlich zu absorbieren. Beide Ansätze können deshalb unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Raumakustikkonzepts übernehmen.

Entscheidend ist die richtige Kombination und Platzierung. Auch zimmerli SOUNDS beschreibt Absorber und Diffusoren als sich ergänzende Elemente und betont, dass ihre ausgleichende Anordnung für das gewünschte Klangbild relevant ist.

von Andrea Hilscher
Veröffentlicht am 1. November 2026
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Christian Zimmerli

Christian Zimmerli

Inhaber zimmerli SOUNDS

Kurzbeschreibung über Christian Zimmerli

Christian Zimmerli ist Diplom-Ingenieur für Ton- und Bildtechnik und Inhaber von zimmerli SOUNDS in Düsseldorf. Er berät Architekten, Planer und Bauherren zu Raumakustik, Schallschutz und akustischen Einbauten. Seit 2006 lehrt er an der Robert Schumann Hochschule. Sein modulares Akustiksystem officeWall/focusWall verbindet Funktion mit ästhetischem Anspruch.



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