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Maximilian Seifert
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Maximilian Seifert: Digitalisierung im Handwerk – Wie Technologie Prozesse schneller und effizienter macht

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Das Handwerk steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Nicht, weil seine Qualität infrage steht, sondern weil die Anforderungen an Planung, Kommunikation und Zusammenarbeit komplexer geworden sind als je zuvor. Fachkräftemangel, steigende technische Anforderungen und der Wunsch nach schnelleren, transparenteren Prozessen verlangen nach neuen Lösungen. Genau hier setzt GREENOX aus Stuttgart an – mit digitalen Werkzeugen, intelligenten Netzwerken und einer neuen Form der Zusammenarbeit sollen Sanierungsprozesse einfacher, effizienter und besser koordinierbar werden. Geschäftsführer Maximilian Seifert zeigt auf, weshalb die Zukunft des Handwerks in der Verbindung von Erfahrung, Technologie und starken Partnerstrukturen liegt, und wie aus einzelnen Gewerken ein vernetztes System entsteht.

STILPUNKTE: Wo liegen die größten Herausforderungen für Handwerksbetriebe?

Maximilian Seifert: Die fachliche Kompetenz im Handwerk ist enorm – die größten Herausforderungen liegen heute jedoch oft in den Rahmenbedingungen. Fachkräftemangel und eine hohe Auftragslage lassen vielen Betrieben kaum Zeit, ihre Prozesse weiterzuentwickeln. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation, Förderfähigkeit und Kommunikation. Viele administrative Abläufe erfolgen noch manuell, wodurch Anfragen, Angebote und Projektabwicklungen unnötig Zeit kosten. Die eigentliche Aufgabe besteht deshalb darin, die hohe handwerkliche Qualität zu erhalten und gleichzeitig Prozesse effizienter, digitaler und kundenorientierter zu gestalten. Genau darin sehen wir eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der Branche.
 

STILPUNKTE: Welche Auswirkungen hat der aktuell beklagte Fachkräftemangel auf Eigentümer und Bauherren?

Maximilian Seifert: Der Fachkräftemangel macht sich für Eigentümer und Bauherren vor allem durch längere Wartezeiten bemerkbar. Was sich bereits in der ersten Rückmeldung zeigt, über verspätete Angebote bis hin zur Ausführung. Hinzu kommt, dass sich Projekte verzögern können, wenn einzelne Gewerke zeitlich nicht aufeinander abgestimmt werden können. Die begrenzten Kapazitäten wirken sich zudem auf Preise und die Verfügbarkeit qualifizierter Fachbetriebe aus. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Vorbereitung: Klare Projektunterlagen, frühzeitige Planung und gut koordinierte Partnernetzwerke helfen dabei, Abläufe zu beschleunigen und Sanierungsprojekte effizient umzusetzen. 

Dach mit einer PV Anlage von Greenox
Greenox GmbH

 

STILPUNKTE: Was könnte helfen – welche Lösungen braucht die Branche dringend?

Maximilian Seifert: Die Branche braucht vor allem einfachere und besser aufeinander abgestimmte Prozesse. Standardisierte Abläufe – von der Anfrage bis zur Fertigstellung – schaffen mehr Effizienz und Planungssicherheit. Gleichzeitig sollten Projekte digital so vorbereitet werden, dass Betriebe alle relevanten Informationen wie Pläne, Fotos oder Energiekennwerte, dazu auch individuelle Anforderungen, vollständig erhalten. Diese sollten strukturiert und klar vorliegen, um gezielt passende Aufträge übernehmen zu können. Ebenso wichtig ist eine engere Vernetzung zwischen Beratung, Planung, Fördermittelmanagement und Ausführung. Technologie sollte dabei kein zusätzlicher Aufwand sein, sondern Handwerksbetriebe spürbar entlasten und ihnen mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit verschaffen.


STILPUNKTE: Und welche digitalen Entwicklungen verändern das Handwerk aktuell am stärksten?

Maximilian Seifert: Die größten Veränderungen entstehen dort, wo Informationen digital zusammengeführt und Prozesse intelligent vernetzt werden. Kundenportale, digitale Projektmanagementsysteme und moderne Dokumentationstools sorgen dafür, dass Unterlagen, Fotos und Projektstände jederzeit transparent verfügbar sind. Gleichzeitig eröffnet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue Möglichkeiten, Gebäudedaten, Verbrauchswerte oder Dokumente schneller auszuwertenund Projekte effizienter vorzubereiten. Besonders großes Potenzial liegt in der digitalen Vernetzung von Beratung, Planung, Fördermittelmanagement und Ausführung auf der Baustelle. Hier sind es digitale Mess- und Dokumentationstools, die den Zusatznutzen bringen. So werden Abläufe schneller, transparenter und deutlich weniger fehleranfällig.  

Greenox Neon Schriftzug
Greenox GmbH


STILPUNKTE: Das heißt, wo profitieren Kunden am meisten und unmittelbar von digitalen Prozessen?

Maximilian Seifert: Eigentümer profitieren vor allem von mehr Transparenz und deutlich schnelleren Abläufen. Erste, und auch genauere Einschätzungen können wesentlich früher erfolgen, Unterlagen müssen nicht mehrfach eingereicht werden und alle Beteiligten arbeiten mit derselben Informationsbasis. Dadurch wird jederzeit nachvollziehbar, welcher Schritt als Nächstes ansteht, wer verantwortlich ist und welche Informationen noch benötigt werden. Gleichzeitig lassen sich Maßnahmen, Kosten und Fördermöglichkeiten besser vergleichen und fundierter bewerten. Das Ergebnis ist ein strukturierter Sanierungsprozess, der nachvollziehbarer, planbarer und für Eigentümer deutlich entspannter wird. 
Alles in allem ein professionelleres Kundenerlebnis, da sich Sanierung planbarer und weniger nervenaufreibend gestaltet.

 
STILPUNKTE: Welche Technologien werden die Branche in den kommenden Jahren prägen?

Maximilian Seifert: Künftig werden vor allem Technologien an Bedeutung gewinnen, die Planungs- und Arbeitsprozesse einfacher, schneller und präziser machen – wie auch die Kundenkommunikation hiervon profitiert. Künstliche Intelligenz kann beispielsweise bei der Analyse von Gebäudedaten, der Dokumentation oder der Angebotserstellung unterstützen. Digitale Gebäudemodelle, Smart Meter, Sensorik und Energiemonitoring schaffen eine bessere Datengrundlage für Planung und Betrieb. Gleichzeitig sorgen automatisierte Schnittstellen zwischen Fachplanern, Förderstellen und Handwerksbetrieben für effizientere Abläufe. Auch mobile 3D-Aufmaße oder Augmented-Reality-Anwendungen werden helfen, Fehler zu reduzieren und Projekte noch präziser umzusetzen.  

Mitarbeiter von Greenox
Greenox GmbH


STILPUNKTE: Weshalb glauben Sie an die Zukunft der Plattformlösungen und was verstehen Sie unter dem Begriff „Amazon des Handwerks“?

Maximilian Seifert: Plattformlösungen schaffen Orientierung in einem Markt, der für viele Eigentümer und Bauherren zunehmend komplex oder unübersichtlich geworden ist. Mit dem Begriff „Amazon des Handwerks“ meinen wir deshalb keinen klassischen Online-Marktplatz, sondern einen einzigen, zentralen Zugang zu qualitätsgesicherten Handwerks- und Sanierungsleistungen. Die handwerkliche Arbeit bleibt regional, persönlich und fachlich anspruchsvoll – die Plattform sorgt dafür, dass Prozesse transparenter, einfacher und besser koordiniert werden. Davon profitieren beide Seiten: Betriebe erhalten weniger unqualifizierte Anfragen, sondern besser vorbereitete Projekte, während Eigentümer anstelle schwer zu koordinierender Kontakte einen verlässlichen Ansprechpartner und einen klar strukturierten Sanierungsprozess erleben.

 

STILPUNKTE: Welche Vorteile entstehen Eigentümern durch eine zentrale Plattformlösung?

Maximilian Seifert: Für Eigentümer bedeutet eine derartige Plattform vor allem eines: deutlich mehr Übersicht und weniger Komplexität. Statt zahlreiche Ansprechpartner selbst koordinieren zu müssen, erhalten sie einen zentralen Zugang für Beratung, Planung, Fördermittel und Umsetzung. Alle wichtigen Informationen, Dokumente und Entscheidungen werden an einem Ort gebündelt, sodass jederzeit nachvollziehbar ist, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche Schritte als Nächstes folgen. Gleichzeitig sorgen einheitliche Prozesse und klare Qualitätsstandards für mehr Sicherheit. So wird aus einem oft unübersichtlichen Sanierungsprojekt ein strukturierter und gut planbarer Prozess. 

Mitarbeiter von Greenox bei der Planung
Greenox GmbH

 
STILPUNKTE: Wie verändert sich dadurch die Zusammenarbeit der Gewerke und wo sehen Sie das größte Potenzial vernetzter Prozesse?

Maximilian Seifert: Vernetzte Prozesse verändern vor allem die Zusammenarbeit der einzelnen Gewerke. Statt Informationen nacheinander weiterzugeben, greifen alle Beteiligten auf dieselbe Datenbasis mit Plänen, Fotos, Energiekennwerten und Projektinformationen zu. Dadurch werden Schnittstellen transparenter und mögliche Abhängigkeiten frühzeitig sichtbar. Das größte Potenzial liegt aus unserer Sicht in einer strukturierten Vorplanung: Je besser ein Projekt vorbereitet ist, desto effizienter verläuft die spätere Umsetzung. Das steigert die Qualität, reduziert Nachträge und spart allen Beteiligten wertvolle Zeit.

 
STILPUNKTE: Ganz allgemein gefragt – wie wird sich das Bauen und Sanieren in den nächsten zehn Jahren verändern?

Maximilian Seifert: Bauen und Sanieren werden in den kommenden Jahren deutlich vernetzter und datenbasierter. Statt einzelner Maßnahmen rücken ganzheitliche Energiekonzepte in den Mittelpunkt, bei denen Gebäude als intelligente, aktive Systeme mit Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher, Ladeinfrastruktur und digitalem Monitoring zusammenwirken. Digitale Plattformen und starke regionale Netzwerke werden dabei zum Standard, da sich von der Analyse über die Bewertung bis hin zu einer langfristigen Optimierung, diese wachsende Komplexität nur so effizient beherrschen lässt. Bei aller technologischen Entwicklung bleibt jedoch eines unverändert: Vertrauen. Am Ende brauchen Eigentümer kompetente Ansprechpartner, die komplexe Zusammenhänge verständlich erklären und daraus die richtigen Entscheidungen ableiten.

Häufig gestellte Fragen

Welche digitalen Tools entlasten Handwerksbetriebe am stärksten?

Am stärksten entlasten Kundenportale, Projektmanagementsysteme und Dokumentationstools die Betriebe. Sie bündeln Unterlagen, Fotos und Projektstände an einem Ort und reduzieren doppelte Rückfragen. Ergänzend helfen digitale Mess- und Dokumentationstools, Künstliche Intelligenz sowie automatisierte Schnittstellen zwischen Beratung, Planung und Ausführung.

Wie hilft Künstliche Intelligenz im Handwerk konkret?

Künstliche Intelligenz unterstützt im Handwerk vor allem bei Analyse, Dokumentation und Angebotserstellung. Sie wertet Gebäudedaten, Verbrauchswerte und Dokumente schneller aus und verbessert so die Projektvorbereitung. In Kombination mit digitalen Gebäudemodellen und Energiemonitoring entstehen präzisere Entscheidungen und weniger Fehler.

Was bringt Eigentümern eine zentrale Plattformlösung?

Eine zentrale Plattformlösung gibt Eigentümern mehr Übersicht und weniger Komplexität. Beratung, Planung, Fördermittel und Umsetzung laufen über einen Zugang zusammen, während Dokumente und Entscheidungen gebündelt bleiben. Dadurch werden Sanierungsprojekte planbarer, Sicherheitsstandards klarer und die nächsten Schritte jederzeit nachvollziehbar.

Warum sind strukturierte Vorplanungen im Sanierungsprozess so wichtig?

Strukturierte Vorplanung macht Sanierungen effizienter, weil Abhängigkeiten früh sichtbar werden und alle Beteiligten mit derselben Datenbasis arbeiten. Pläne, Fotos, Energiekennwerte und Projektinformationen liegen vollständig vor. Das reduziert Nachträge, verbessert die Qualität und spart Zeit bei der späteren Umsetzung.

Welche Technologien prägen Bauen und Sanieren in den nächsten Jahren?

Prägend sind Künstliche Intelligenz, digitale Gebäudemodelle, Smart Meter, Sensorik und Energiemonitoring. Dazu kommen mobile 3D-Aufmaße, Augmented Reality und automatisierte Schnittstellen zwischen Fachplanern, Förderstellen und Handwerksbetrieben. Diese Technologien machen Planung, Dokumentation und Ausführung schneller, präziser und transparenter.

von Andrea Hilscher
Veröffentlicht am 7. Oktober 2026
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Maximilian Seifert

Maximilian Seifert

Geschäftsführer GREENOX

Kurzbeschreibung über Maximilian Seifert

Maximilian Seifert startete 2018 mit einer Ausbildung zum Finanzassistenten bei der Kreissparkasse Waiblingen und war dort anschließend als Berater tätig. 2021 gründete er sein erstes Unternehmen, 2022 folgten die Makler Max GmbH und die Seifert Wohnconcept GmbH. 2023 gründete er die GREENOX Gruppe, zu der heute über 20 Firmen mit mehr als 200 Mitarbeitenden zählen.



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