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Christian Bächle
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Christian Bächle: Rhombusleisten für die Fassade – Holzfassaden vertikal gestalten

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Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – auch bei Fassaden nicht. Weit mehr als nur eine schützende Hülle erzählt diese eine gestalterische Geschichte und verleiht einem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter. Besonders beeindruckend, wie aktuell Holzfassaden eine neue Blütezeit erleben. Was früher oft mit einer traditionellen Bauweise verbunden wurde, steht heute für moderne Architektur, klare Gestaltung und eine bewusste Verbindung zur Natur. Bei der B+M HolzWelt in Appenweier zeigt sich, wie vielseitig der Werkstoff Holz heute eingesetzt werden kann. Zeitgemäße Fassadensysteme, elegante Profile und hochwertige Oberflächen eröffnen vielfältige Möglichkeiten, Gebäude individuell zu gestalten – von klaren Linien bis hin zu harmonischen, naturnahen Konzepten. Vorvergraute Flächen, vertikale Holzfassaden und Rhombusleisten schaffen spannende Strukturen und formen Fassaden somit zu einem architektonischen Statement.

STILPUNKTE: Warum erlebt die Holzfassade aktuell eine neue architektonische Renaissance?

Christian Bächle: Der heutige Umgang mit Holz hat nur noch wenig mit traditionellen Vorstellungen zu tun – vielmehr steht Holz für eine neue Form von Eleganz. Reduziert, klar und dauerhaft stehen Holzfassaden heute für eine moderne Form von Architektur, die Nachhaltigkeit, Design und Wohnqualität miteinander verbindet. Während früher oft klassische Putz- oder Klinkerfassaden dominierten, suchen Bauherren heute vermehrt nach Materialien mit Charakter, Struktur und natürlicher Ausstrahlung. Holz erfüllt genau diese Anforderungen. Gleichzeitig ermöglichen moderne Profile, Oberflächen und Befestigungssysteme Gestaltungskonzepte, die zeitgemäß, hochwertig und langlebig – perfekt zu der neuen sachlichen Bauweise – passen.

Hausfassade mit vertikaler Holzfassade und Rhombusleisten
Adobe Stock

STILPUNKTE: Was macht vertikale Holzfassaden und Rhombusleisten so besonders?

Christian Bächle: Es ist gerade die Verbindung aus klarer Architektur und lebendigem Material, die den besonderen Reiz moderner Holzfassaden ausmacht. 

Vertikale Holzverschalungen betonen die Höhe eines Gebäudes und verleihen Fassaden damit eine elegante, beeindruckende Wirkung – mit ruhiger Dynamik in den Himmel ragend. Rhombusleisten hingegen schaffen durch ihre präzise Geometrie und klare Linienführung eine nahezu filigrane Optik. Sie wirken nicht nur absolut zeitgemäß, sondern gleichzeitig leicht und natürlich. Für welche Variante man sich auch entscheidet, besonders spannend gestaltet sich stets das Zusammenspiel von Struktur, Licht und Schatten. Wodurch je nach Tageszeit unterschiedliche Fassadenbilder entstehen – und selbst eine geradlinige, schlichte Gebäudeform organisch belebt und individuell wirkt.

STILPUNKTE: Wie verbindet Holz moderne Architektur mit Natürlichkeit und Wärme?

Christian Bächle: Holz besitzt die besondere Fähigkeit, moderne Formen mit einer natürlichen Ausstrahlung zu verbinden. Seine natürliche Oberfläche, die Maserung und die Veränderlichkeit des Materials machen jedes Gebäude einzigartig und zu etwas Besonderem. Mit Holz entsteht eine Verbindung zwischen gebautem Raum und der natürlichen Umgebung – es lässt Architektur nicht isoliert wirken, sondern stimmig eingebettet.

Die moderne Architektur arbeitet häufig mit reduzierten Formen und klaren Linien – bewirkt damit einen sehr sachlichen, minimalistischen Eindruck. Während die am Bau zur Anwendung gebrachten Materialien wie Beton, Glas oder Metall oft kühl wirken, bringt Holz Wärme und Wohnlichkeit in die Architektur. Gerade bei diesen klaren, reduzierten Gebäuden entsteht dadurch eine spannende und reizvolle Balance zwischen Modernität und Behaglichkeit. Ganz ohne dabei die eindrucksvolle Gestaltung zu beeinträchtigen.

Moderne Reihenhäuser mit horizontaler Fassadenbekleidung in warmer Holzoptik und überdachten Terrassen.
NaturinForm

STILPUNKTE: Warum passen Holzfassaden besonders gut zur Landschaft und Architektur der Ortenau?

Christian Bächle: Die Ortenau ist geprägt von einer einzigartigen Verbindung aus Schwarzwald, Weinbergen und moderner Baukultur. Holz gehört seit Jahrhunderten zur regionalen Baugeschichte und fügt sich harmonisch in diese Landschaft ein. Gleichzeitig ermöglichen moderne Fassadensysteme eine zeitgemäße Interpretation dieses traditionellen Werkstoffs. Durch den starken Bezug zur Landschaft entsteht dadurch eine Architektur, die nicht gegen ihre Umgebung arbeitet, sondern mit ihr. Genau hier entstehen Gebäude, bei denen Holz seine besondere Wirkung entfaltet und die dennoch architektonisch aktuell wirken.

Dieses faszinierende Zusammenspiel von Natur, Landschaft und hochwertiger Baukultur zeigt sich in beeindruckender Weise auf dem Areal der B+M HolzWelt in Appenweier. Auf 700 m² präsentieren wir interessierten Besuchern und Bauherren sämtliche Möglichkeiten der Fassadengestaltung. Impressionen vielfältiger Spielarten von Hölzern, Anwendungsbereichen und Gestaltungsmöglichkeiten bis hin zu unterschiedlicher Oberflächenbearbeitung überzeugen selbst größte Skeptiker von dieser eleganten und natürlichen Fassadenform.

STILPUNKTE: Welche Bedeutung haben vorvergraute Oberflächen für Design und Langlebigkeit?

Christian Bächle: Vorvergraute Oberflächen sind ein gutes Beispiel dafür, wie Gestaltung und Funktion zusammenfinden. Die natürliche Vergrauung von Holz ist ein komplexer Prozess, der im Zusammenwirken von Witterung, Sonne und Mikroorganismen entsteht und bei dem am Ende dieses charakteristische Silbergrau steht. Kontrolliert vorvergraute Flächen greifen diese typische Holzfärbung bewusst auf und schaffen somit von Anfang an ein harmonisches Erscheinungsbild – ohne die sonst bei der natürlichen Vergrauung möglichen Farbunterschiede.

Vorvergraute Fassaden erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da sie bereits ab dem ersten Tag eine gleichmäßige und elegante Optik besitzen, die zum einen das natürliche Alterungsverhalten des Materials berücksichtigt und zum anderen die zeitlose Wirkung der Fassade unterstützt. Bauherren erhalten somit eine hochwertige, nordisch inspirierte Gestaltung mit edler Patina und überwältigender Wirkung.

vorvergraute-vertikale-fassade-graue-oberflaeche.jpg
Superwood

STILPUNKTE: Wie verändern Fassadenmaterialien die Wirkung eines gesamten Gebäudes?

Christian Bächle: Nicht nur, aber gerade in der hochwertigen Fassadengestaltung zeigt sich, dass Architektur nicht allein durch die Form entsteht, sondern durch die bewusste Auswahl und Kombination von Materialien. Die Fassade als Visitenkarte und äußere Identität eines Hauses bestimmt maßgeblich den ersten Eindruck und beeinflusst die Wahrnehmung von Wertigkeit, Modernität und Architektur. Ein identischer Baukörper kann je nach Fassadenmaterial völlig unterschiedlich wirken – zurückhaltend, elegant, rustikal oder besonders exklusiv. Und solche Materialien wie Holz verändern nicht nur die Optik, sondern auch die Atmosphäre. Es lässt Gebäude wärmer, natürlicher und vielleicht auch noch diesen Hauch von individueller erscheinen.

Deshalb sollte man sich stets vergewissern, dass eine Fassadengestaltung nie so nebenbei entschieden werden sollte – sondern dieselbe Aufmerksamkeit wie ein Grundriss oder die Innenausstattung erhält.

Mehrgeschossiges Wohngebäude mit weißer Putzfassade, anthrazitfarbener Mittelzone und auskragenden Balkonen.
fermacell

STILPUNKTE: Welche Kombinationen aus Holz, Glas, Stein oder Metall sind aktuell besonders spannend?

Christian Bächle: Reizvoll sind aktuell Materialbegegnungen, die unterschiedliche Eigenschaften miteinander verbinden. Besonders gefragt sind hierbei Kombinationen aus vertikalen Holzfassaden mit großen Glasflächen und dunklen Metallakzenten. Auch die Verbindung von Holz mit Naturstein oder modernen Faserzementplatten erzeugt spannende Kontraste.

Transparenz und Wärme. Natürlichkeit und Beständigkeit. Moderne Akzente und klare Kontraste. Diese Paarungen und entsprechenden Materialkombinationen, schaffen Fassaden, die sich sowohl zeitlos als auch charaktervoll präsentieren und damit prädestiniert sind für eine harmonische Kombination mit moderner Architektur.

STILPUNKTE: Was müssen Bauherren über Pflege und Alterungsverhalten wissen?

Christian Bächle: Holz ist ein natürlicher Werkstoff und verändert sich im Laufe der Jahre. Genau darin liegt für viele Bauherren ein besonderer Reiz. Die Art des Holzes, Konstruktion und Oberfläche sind hierbei die grundlegenden Faktoren. Wer die natürliche Vergrauung zulässt, erhält eine authentische und lebendige Fassade mit eleganter Patina. Alternativ können die Außenseiten durch entsprechende Beschichtungen langfristig farbstabil gehalten werden. Entscheidend sind hierbei stets die richtige Materialwahl, konstruktiver Holzschutz und eine fachgerechte Planung. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich gern an unser kompetentes Fachpersonal, das Sie bei all diesen Themen gern unterstützt und berät.

Stehen Überlegungen zu einem derartigen Projekt an, sollte man bedenken, dass Holz nicht als statisches Material zu betrachten ist. Wer hingegen dessen natürliche Entwicklung bewusst einplant, wird mit einer phänomenalen und zeitlos schönen Fassade belohnt.

Anthrazitfarbene Haustür mit schmalen Glaseinsätzen vor einer vertikalen Holzfassade.
PIRNAR

STILPUNKTE: Warum ist Holz ein Werkstoff mit Zukunft?

Christian Bächle: Holz vereint Eigenschaften, die im modernen Bauen immer wichtiger werden. Es ist nachhaltig, speichert CO₂, besitzt hervorragende technische Eigenschaften und gestalterische Vielseitigkeit, und schafft dazu ein angenehmes Wohnumfeld. Gleichzeitig ermöglicht Holz sowohl traditionelle als auch hochmoderne Baustile. Damit erfüllt dieser nachwachsende Werkstoff viele Anforderungen, die zukünftiges Bauen prägen werden, und bietet vor allem vielfältige und spannende Möglichkeiten für eine Architektur, die bewusster mit Ressourcen umgeht.

STILPUNKTE: Wann wird eine Fassade vom Schutzmantel zum architektonischen Statement?

Christian Bächle: Genau dann, wenn sie nicht nur schützt, sondern bewusst gestaltet – wenn sie mehr ausdrückt als reine Funktion, dann wird sie zum Statement. Moderne Holzfassaden verleihen Gebäuden Identität, Charakter und Wiedererkennungswert. Sie erzählen etwas über die Architektur, die Menschen dahinter und deren Anspruch an Qualität und Gestaltung. Genau deshalb entwickelt sich die Fassade zunehmend vom funktionalen Bauteil zum prägenden Designelement eines Hauses. Hochwertige Holzfassaden beweisen Haltung und Stil.

Holz, Ausdruck einer Bauweise und Lebenswelt, die Wärme, Nachhaltigkeit und Individualität verbindet – Materialien gestalten Lebensräume, innen und außen.

Ihre B+M HolzWelt in Appenweier

Modernes Wohnhaus mit anthrazitfarbenen Fassadenplatten und vertikalen Holzlamellen am Eingangsbereich.
Rockpanel

 

Titelbild: Mocopinus

Häufig gestellte Fragen

Welches Holz eignet sich für eine Fassade?

Für eine Holzfassade eignen sich Holzarten und Fassadenprodukte, die für die dauerhafte Verwendung im Außenbereich vorgesehen sind. Entscheidend sind Widerstandsfähigkeit, Feuchteverhalten, Oberflächenbehandlung und die geplante Unterkonstruktion. Die konkrete Auswahl sollte auf Standort, Wetterseite, Gebäudearchitektur und gewünschten Pflegeaufwand abgestimmt werden.

Holzfassade vertikal oder horizontal – was ist besser?

Eine vertikale Holzfassade betont die Höhe eines Gebäudes und erzeugt eine klare, moderne Wirkung. Eine horizontale Anordnung hebt dagegen eher die Breite des Baukörpers hervor. Welche Richtung besser passt, hängt von Proportionen, Architektur und gewünschter Gestaltung ab. Auch Profile, Fugen und Materialkombinationen beeinflussen das Ergebnis.

Wie lange hält eine Holzfassade?

Eine fachgerecht geplante und ausgeführte Holzfassade kann über viele Jahre oder Jahrzehnte genutzt werden. Die Lebensdauer hängt von Holzqualität, Unterkonstruktion, Hinterlüftung, konstruktivem Holzschutz und Witterungsbelastung ab. Besonders wichtig ist, dass Wasser kontrolliert ablaufen und das Holz nach Feuchtigkeit wieder trocknen kann.

Warum wird eine Holzfassade grau?

Holzfassaden vergrauen durch das Zusammenspiel von Sonnenlicht, Feuchtigkeit, Witterung und Mikroorganismen. Dabei verändert sich vor allem die Oberfläche des Holzes. Die Vergrauung ist zunächst ein natürlicher optischer Prozess und bedeutet nicht automatisch, dass das Holz beschädigt ist. Je nach Wetterseite kann sie allerdings ungleichmäßig verlaufen.

Muss man eine Holzfassade streichen?

Eine Holzfassade muss nicht zwingend gestrichen werden, wenn eine natürliche Vergrauung gewünscht und konstruktiv eingeplant ist. Wer eine bestimmte Farbe langfristig erhalten möchte, benötigt dagegen geeignete Beschichtungen und regelmäßige Pflege. Vorvergraute Oberflächen sind eine Alternative, wenn bereits von Anfang an ein möglichst gleichmäßiges silbergraues Erscheinungsbild gewünscht wird.

von Andrea Hilscher
Veröffentlicht am 30. September 2026
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Christian Bächle

Christian Bächle

Geschäftsführer B+M HolzWelt

Kurzbeschreibung über Christian Bächle

Christian Bächle ist Geschäftsführer der B+M HolzWelt in Appenweier und prägt die Weiterentwicklung eines Holzhandelsunternehmens mit über 70-jähriger Tradition. Mit unternehmerischem Weitblick verbindet er gewachsene Fachkompetenz mit modernen Strukturen, individuellen Komplettlösungen und persönlicher Beratung. Sein Anspruch: hochwertige Produkte und verlässliche Begleitung für anspruchsvolle Projekte in den Bereichen Bauen, Wohnen und Garten.



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