Katja Schuster: Berliner Innenarchitekten realisieren individuelle Konzepte mit Charakter und Funktion
Ob Villa, Penthouse, Hotel oder Klinik: Innenarchitektur und Produktdesign sind weit mehr als schönes Einrichten. Sie beginnen dort, wo Nutzung, Atmosphäre, Materialwahl und Raumarchitektur zusammen gedacht werden. KJUBIK, Büro für Innenarchitektur und Produktdesign in Berlin, entwickelt solch individuelle Konzepte für private, gewerbliche und institutionelle Kunden. Im STILPUNKTE-Experteninterview spricht Innenarchitektin und KJUBIK-Inhaberin Katja Schuster über Planungsprozesse, gute Zusammenarbeit und die Frage, was zeitlose Räume heute auszeichnet.
STILPUNKTE: Wie gehen Sie vor, wenn Sie eine Villa oder ein Hotel planen?
Katja Schuster: Jedes Projekt beginnt mit einer genauen Analyse: Was ist vorhanden, was wünschen sich die Auftraggeber und wie soll ein Raum später genutzt werden? Daraus entwickle ich ein ganzheitliches Konzept mit Grundrisslösungen, Farb- und Materialkonzepten, Lichtplanung, Möblierung und detaillierter Innenausbauplanung. Wichtig ist, früh die richtigen Weichen zu stellen, damit aus vielen Entscheidungen ein stimmiges Ganzes wird.
STILPUNKTE: Wie sieht die Zusammenarbeit mit Ihren Kunden aus?
Katja Schuster: In meinem Innenarchitekturbüro läuft die Zusammenarbeit mit Kunden respektvoll, intensiv und durchweg individuell ab. Jedes Projekt bringt andere Anforderungen, Wünsche und Prioritäten mit sich. Deshalb ist es mir wichtig, meine Kunden im gesamten Prozess mitzunehmen. Gute Innenarchitektur entsteht aus Vertrauen, klarer Kommunikation und dem Willen, wirklich passende Lösungen zu entwickeln. Am Ende soll sich der Kunde im Raum wiederfinden.
STILPUNKTE: Woher nehmen Sie Ihre Ideen?
Katja Schuster: Inspiration entsteht aus vielen Quellen: Reisen, Hotels, Architektur, Museen, Materialien und der Beobachtung, wie Menschen Räume tatsächlich nutzen. Auch Entwicklungen bei Herstellern oder in der Stadt spielen eine Rolle. Entscheidend ist aber nicht die Idee allein, sondern ihre Übersetzung in einen konkreten Ort und in ein schlüssiges Konzept.
STILPUNKTE: Wie lautet Ihre Philosophie, genauer gesagt: Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?
Katja Schuster: Räume müssen zum Menschen passen, nicht zum Gestalter. Ich denke ganzheitlich und verbinde Funktionalität, Atmosphäre und langfristige Qualität. Zeitlosigkeit, Werthaltigkeit, Individualität und Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind für mich zentrale Werte. Einen festen Signature-Stil habe ich nicht. Mein Ansatz ist individuell: mal reduziert und modern, mal klassisch und mal mit markanten Akzenten. Wichtig ist immer eine klare gestalterische Linie.
STILPUNKTE: Welche Rolle spielt das Produktdesign in Ihrer Arbeit?
Katja Schuster: Produktdesign ist für mich eine konsequente Erweiterung der Innenarchitektur. Oft sind es gerade die individuellen Details, die ein Konzept vollständig machen. Deshalb entwerfe ich bei Bedarf auch einzelne Möbelstücke, Leuchten oder feste Einbauten, die exakt auf das jeweilige Projekt abgestimmt sind. So entstehen keine Lösungen von der Stange, sondern Räume mit durchgängiger Linie bis ins Detail.
STILPUNKTE: In welchem Einzugsgebiet sind Sie vorwiegend tätig?
Katja Schuster: Ich arbeite vorwiegend im Raum Berlin, Brandenburg und Potsdam und kann dort – oft auch kurzfristig – auf Anfragen reagieren. Gleichzeitig betreue ich Projekte deutschlandweit. Über einen Partner sind zudem Vorhaben in München und Umgebung möglich. Für mich ist entscheidend, dass das Projekt zu mir passt – unabhängig davon, ob es in Berlin, im Umland oder an einem anderen Standort in Deutschland liegt.
STILPUNKTE: Was unterscheidet die Innenplanung eines gewerblichen Objekts von der eines privaten Gebäudes?
Katja Schuster: Im Hotelbereich etwa spielt die Nutzung eine noch größere Rolle. Man gestaltet dort für unterschiedliche Gäste, Erwartungen und Abläufe. Funktionale Anforderungen, Orientierung und emotionale Wirkung müssen zusammenpassen. Bei privaten Projekten ist die Planung meist persönlicher und stärker am Lebensstil der Auftraggeber ausgerichtet. Was vielleicht noch besonders interessant ist: Oft fragen öffentliche Bauherren, ob ich Großprojekte wie ein Hotel überhaupt entwickeln und betreuen könne. Dann kann ich aus vollem Herzen nur eine Antwort geben: JA! Denn a) sind perfekte Organisation und Erfahrung entscheidend und b) steht mir ein Pool von versierten externen Mitarbeitern zur Verfügung, die meinen Werten sowie meinem Qualitätsanspruch entsprechen. Mit ihnen kann ich, je nach Projektgröße, das Team bei Bedarf jederzeit erweitern.
STILPUNKTE: An welche Projekte erinnern Sie sich besonders gern, und was wäre ein Traumprojekt für Sie?
Katja Schuster: Die Wahl fällt nicht leicht. KJUBIK realisiert zahlreiche Projekte. An ein besonders interessantes Strandhaus an der Ostsee erinnere ich mich sehr gern und an einige Villen- und Penthouse-Projekte sowie an Hotel- und Gastronomieobjekte mit teils sehr umfangreicher Komplettausstattung. Auch ausgesuchte internationale Vorhaben bleiben in besonderer Erinnerung. Ein Traumprojekt ist jedenfalls eines mit gestalterischer Tiefe, großem Vertrauen und einem ganzheitlichen Ansatz, bei dem Architektur, Innenarchitektur und Detaildesign eng zusammenspielen. Ich bin dankbar dafür, dass ich so etwas öfter mitgestalten darf.
Katja Schuster
Inhaberin KJUBIK InnenarchitekturKurzbeschreibung über Katja Schuster
Katja Schuster ist Diplom-Ingenieurin für Innenarchitektur (FH) und Gründerin von KJUBIK in Berlin. Seit 2013 führt sie das eigene Büro für Innenarchitektur – gelegen in Berlin Friedrichshain. KJUBIK steht für zeitlose, individuelle und funktionale Innenarchitektur und Produktdesign. Katja Schusters Selbstverständnis: Räume sollen nicht einem festen Stil folgen, sondern den Menschen, den Ort und die jeweilige Nutzung in den Mittelpunkt stellen. Daraus entstehen Konzepte mit klarer Linie, atmosphärischer Qualität und Liebe zum Detail.
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