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Christian Füglistaller
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Christian Füglistaller: Vom Lehrling der Baubranche zum Unternehmer – wie Leidenschaft Räume prägt

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Auf der Baustelle zeigt sich schnell, ob eine Idee trägt. Christian Füglistaller hat diese Lektion früh gelernt – als Lehrling in der Baubranche, zwischen Plan und Ausführung. Mit bereits 27 übernahm er das Büro seines Lehrmeisters und damit die volle Verantwortung für Projekte, Bauherrschaften und Mitarbeitende. Heute steht die Füglistaller Architekten AG in Rudolfstetten für anspruchsvolle Wohn- und Bauprojekte: vom Mehrfamilienhaus mit Attikawohnung bis zum feinfühligen Anbau an eine Villa. Zuhören sei sein wichtigstes Werkzeug, meint der Experte, damit ein Plan gelinge und daraus hervorragende Architektur entstehen kann.

STILPUNKTE: Herr Füglistaller, Sie haben als Lehrling in der Baubranche begonnen und stehen heute an der Spitze eines Architekturbüros der oberen Liga. Was war der Moment, in dem Sie intuitiv gespürt haben: „Das ist mein Weg“?

Christian Füglistaller: Es war weniger ein einzelner Moment als eine Entwicklung. Schon als Lehrling hat es mich fasziniert, wie aus Plänen etwas Reales entsteht und wie viele Menschen, Entscheidungen und Details dafür zusammenspielen. Mit jedem Projekt wurde mir klarer, dass ich nicht nur ausführen, sondern Verantwortung übernehmen und Lösungen mitgestalten will. Irgendwann war der Schritt in die Selbstständigkeit deshalb nicht mehr einfach nur eine Idee, sondern die logische Konsequenz meines Weges.

Und diese Begeisterung und Faszination, ein Projekt von der ersten Idee, vom ersten Strich bis zum bezogenen Haus zu begleiten, hat mich bis heute nicht verlassen.

STILPUNKTE: Zwischen der ersten Baustelle und dem eigenen Büro liegen viele Entscheidungen. Welche davon war die mutigste – und würden Sie sie heute wieder so treffen?

Christian Füglistaller: Die mutigste Entscheidung war sicher, als ich mich mit 27 dazu entschlossen habe, das Büro von meinem Lehrmeister zu übernehmen und damit auch die volle Verantwortung zu tragen. Für Projekte, Kunden, Mitarbeitende und letztlich auch für jeden einzelnen Beschluss – mit vielleicht sogar weitreichender risikobehafteter Tragkraft. Auch rückblickend würde ich diesen Schritt wieder gehen. Wahrscheinlich mit etwas mehr Gelassenheit, aber mit derselben Überzeugung. Unternehmertum bedeutet für mich nicht, dass immer alles nach Plan läuft. Es heisst vor allem auch dann präsent und ansprechbar zu bleiben, wenn es schwierig wird. Genau dort zeigt sich, ob man für seine Bauherrschaft und auch für die Mitarbeiter ein verlässlicher Partner ist. 

Mehrfamilienhaus mit heller Front und Dachterassen mit grißen Sonnensegeln
Füglistaller Architekten AG

STILPUNKTE: Was haben Sie aus der Lehrzeit mitgenommen, das Ihnen heute als Unternehmer und Architekt noch täglich hilft?

Christian Füglistaller: In erster Linie Bodenhaftung, Genauigkeit und Respekt vor dem Handwerk. Auf der Baustelle merkt man sofort, ob eine Idee nur auf dem Papier funktioniert oder auch in der Realität. Diese praktische Sicht begleitet mich und prägt meine Arbeit bis heute. Ich versuche deshalb, Architektur nicht unnötig kompliziert zu machen, sondern Lösungen zu entwickeln, die gestalterisch überzeugen, technisch funktionieren und für alle Beteiligten verständlich bleiben. Denn wer die Ausführung kennt, plant anders – konsequenter und mit mehr Rücksicht auf die Menschen, die bauen und letzten Endes dann auch darin wohnen.

STILPUNKTE: Füglistaller Architekten AG hat sich über die Jahre einen Namen für anspruchsvolle Wohn- und Bauprojekte gemacht. Wie hat sich Ihr architektonischer Anspruch seit den Anfängen verändert?

Christian Füglistaller: Ja klar, dieser ist stetig gestiegen – bei einem Handwerk, das man ein Leben lang lernt, ist das gar nicht anders möglich. Gute Architektur muss nicht nur schön aussehen. Sie muss zur Bauherrschaft passen, zum Ort, zum Budget, zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen und zum späteren Alltag. Unser Ziel ist nicht die lauteste Lösung, sondern die richtige. Wenn ein Entwurf am Ende selbstverständlich und genial einfach wirkt, steckt meistens besonders viel Arbeit dahinter. Denn das Einfache ist selten der erste Einfall, sondern das Ergebnis vieler verworfener Varianten. 

Moderne Küche aus dunklem Holz und heller Granitplatte auf der Kücheninsel
Füglistaller Architekten AG

STILPUNKTE: Gab es in den letzten Jahren ein Projekt, das für Sie persönlich zum Wendepunkt wurde – und weshalb?

Christian Füglistaller: Für mich war der Wendepunkt weniger ein einzelnes Gebäude als eine Erkenntnis: Unsere eigentliche Spezialität ist nicht ein bestimmter Baustil. Es sind unsere Kunden! Denn jedes Projekt bringt andere Menschen, andere Bedürfnisse und andere Rahmenbedingungen mit sich. Jedes Mal völlig andere Anforderungen und damit auch Herausforderungen.

Seit wir diese Haltung noch konsequenter leben, beginnt unsere Arbeit nicht bei einer fertigen Form, sondern beim genauen Zuhören und beim gemeinsamen Entwickeln einer Lösung, die wirklich passt. Unabhängig davon, ob das nun Ein- und Mehrfamilienhäuser, Umbauten, Sanierungen oder Gewerbe- und Praxisbauten sind – jedes unserer Projekte ist ein Unikat, und die Zusammenarbeit bleibt persönlich.

STILPUNKTE: Führen Sie uns durch prägende Projekte – was macht sie besonders, und was haben Sie dabei über sich und Ihr Handwerk gelernt? – Einzelne Projekte stellen wir in den kommenden Teilen dieser Serie ausführlich vor.

Christian Füglistaller: Da gibt es einige, wobei zwei davon stellvertretend stehen. Ein wirklich stark prägendes Objekt war der Bauauftrag einer mir gut bekannten Bauherrenschaft. Es ging damals um ein grösseres Grundstück mit einem in die Jahre gekommenen Einfamilienhaus darauf. Ich habe sofort gespürt und gewusst, dass sich hier mehr Potenzial dahinter verbirgt. Also habe ich die ersten Skizzen gemacht und die Bauherren davon überzeugen können, an dieser Stelle ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen zu realisieren, mit einer Attikawohnung – in Deutschland würde das in etwa einer Penthouse-Wohnung entsprechen –, die sie selbst bewohnen. Ein wunderschönes Projekt, das zeigt, was Verdichtung mit Qualität leisten kann. Und dann der Anbau an eine südländisch anmutende Villa. Als ich auf der Baustelle war, fuhr der Architekt vorbei, der das Haus einst entworfen hatte, und gratulierte uns, fast mit Tränen in den Augen, zu einem so passenden und wertvollen Anbau. 

Solche Momente vergisst man nicht. Gelernt habe ich dabei, das Potenzial eines Ortes zu erkennen und sensibel damit umzugehen – das ist die eigentliche Kunst. 

Esszimmer mit großem Holztisch und schwarzen Ledersesseln
Füglistaller Architekten AG

STILPUNKTE: Wenn Sie dem jungen Lehrling von damals heute etwas mitgeben könnten – was wäre es?

Christian Füglistaller: Ich würde ihm sagen: Bleib neugierig, höre den Menschen gut zu und habe keine Angst vor Verantwortung. Du musst nicht von Anfang an alle Antworten kennen. Entscheidend ist, dass du bereit bist zu lernen, Entscheidungen zu treffen und dranzubleiben, auch wenn der einfache Weg nicht funktioniert. Die besten Antworten findest du meistens auf der Baustelle und im Gespräch, nicht am Schreibtisch.

STILPUNKTE: Was bedeutet es für Sie persönlich, wenn ein Gebäude fertiggestellt ist und die Vision auf dem Papier zur erlebbaren Realität für den Bauherrn wird?

Christian Füglistaller: Das ist jedes Mal ein besonderer Moment. Ein Plan ist zunächst eine Vorstellung, geordnet in Linien, Flächen und Details. Wenn daraus ein Ort wird, an dem Menschen wohnen, arbeiten und leben, erhält meine Arbeit ihren eigentlichen Sinn. Am schönsten ist es, wenn die Bauherrschaft nicht einfach sagt: «Es ist so geworden wie geplant», sondern: «Es fühlt sich richtig an.» Dann weiss ich, dann wissen wir, das ganze Team der Füglistaller Architekten, dass aus Architektur Lebensraum geworden ist.

Mit Leidenschaft & Know-How aus Rudolfstetten – wir schaffen Wohnräume!

Häufig gestellte Fragen

Wie findet man einen guten Architekten?

Ein guter Architekt sollte nicht nur gestalterisch überzeugen, sondern vor allem die Bedürfnisse der Bauherrschaft verstehen und daraus eine funktionale, wirtschaftlich realisierbare Lösung entwickeln. Wichtig sind deshalb persönliche Beratung, transparente Kommunikation und Erfahrung mit vergleichbaren Bauaufgaben.

Referenzprojekte geben zusätzlich Aufschluss darüber, ob ein Architekt Erfahrung mit Neubauten, Umbauten, Aufstockungen oder Sanierungen besitzt. Ebenso wichtig ist eine klare Abstimmung darüber, welche Leistungen von der Planung über die Bauleitung bis zur Fertigstellung tatsächlich übernommen werden.

Wie läuft ein Hausbau mit einem Architekten ab?

Ein Hausbau mit Architekt beginnt in der Regel mit der Klärung der Wünsche, Anforderungen und Rahmenbedingungen der Bauherrschaft. Darauf folgen Entwurf und Planung, die weitere Projektierung sowie die Vorbereitung und Begleitung der Umsetzung.

Werden auch Bauleitung und Koordination übernommen, kann der Architekt das Projekt durch mehrere Phasen bis zur Fertigstellung begleiten. Füglistaller Architekten beschreibt das eigene Leistungsspektrum entsprechend von der Beratung über Planung und Ausführung inklusive Bauleitung bis zur Abrechnung beziehungsweise von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe.

Was kostet ein Architekt in der Schweiz?

Die Kosten eines Architekten in der Schweiz lassen sich nicht pauschal beziffern, weil sie vom vereinbarten Leistungsumfang und vom jeweiligen Projekt abhängen. Deshalb sollte vor Projektbeginn klar festgelegt werden, welche Planungs- und Begleitungsleistungen beauftragt werden und wie diese vergütet werden.

Nach der SIA-Ordnung können Architektenleistungen beispielsweise nach effektivem Zeitaufwand, anhand aufwandbestimmender Baukosten oder als Pauschal- beziehungsweise Globalhonorar vereinbart werden. Eine transparente Leistungsdefinition erleichtert deshalb auch den Vergleich verschiedener Angebote.

Was macht ein Bauleiter?

Ein Bauleiter koordiniert und begleitet die praktische Umsetzung eines Bauprojekts auf der Baustelle. Dabei laufen Informationen zwischen Bauherrschaft, Planern, Fachplanern und ausführenden Unternehmen zusammen.

Bei einer ganzheitlichen Architekturleistung ist die Bauleitung deshalb ein wichtiges Bindeglied zwischen Planung und Realisierung. Sie hilft dabei, Termine, Ausführung und die Zusammenarbeit der beteiligten Gewerke im Blick zu behalten. Füglistaller Architekten übernimmt Bauleitungen sowohl innerhalb eigener Projekte als auch als eigenständige Bauleitungsmandate.

Umbau oder Neubau: Was ist die bessere Lösung?

Ob ein Umbau oder Neubau sinnvoller ist, hängt vom bestehenden Gebäude, den gewünschten Veränderungen, den finanziellen Rahmenbedingungen und der zukünftigen Nutzung ab. Eine pauschale Antwort gibt es deshalb nicht.

Bei einem Umbau kann vorhandene Bausubstanz weitergenutzt und gezielt verändert oder erweitert werden. Ein Neubau ermöglicht dagegen eine Planung von Grund auf. Da Füglistaller Architekten sowohl Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser neu plant als auch Umbauten, Erweiterungen und Aufstockungen realisiert, lässt sich die Entscheidung projektbezogen und ohne Festlegung auf nur eine Bauform betrachten.

von Andrea Hilscher
Veröffentlicht am 21. Oktober 2026
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Christian Füglistaller

Christian Füglistaller

Geschäftsführer Füglistaller Architekten

Kurzbeschreibung über Christian Füglistaller

Christian Füglistaller ist Inhaber und Geschäftsführer der Füglistaller Architekten AG in Rudolfstetten. Als Architekt entwickelt und realisiert er Wohn-, Gewerbe- und Umbauprojekte mit Fokus auf Qualität, Wirtschaftlichkeit und nachhaltige Lösungen. Der Vater von drei Kindern verbindet berufliches Engagement mit Bodenständigkeit, Verantwortung und einem starken Bezug zur Region.



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