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Susanne Kraft
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Susanne Kraft: Besser sehen – Warum gute Augenoptik in Ettlingen mehr benötigt als einen schnellen Sehtest

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Augenoptikermeisterin Susanne Kraft von Kraftsicht Meisteroptik in Marxzell-Burbach über Gleitsichtbrillen, Arbeitsplatzbrillen, binokulares Sehen und die Frage, warum eine gute Brille oft mehr Lebensqualität bedeutet, als viele Menschen ahnen.

Eine Brille ist für Susanne Kraft kein Produkt von der Stange. Die Augenoptikermeisterin stammt aus einer Optikerfamilie, hat viele Jahre in der Aus- und Weiterbildung gearbeitet, angehende Meisterinnen und Meister begleitet und weiß: Wirklich gutes Sehen entsteht nicht in wenigen Minuten. In ihrem kleinen Brillen- und Sehstudio Kraftsicht Meisteroptik in Marxzell-Burbach – das liegt zwischen Ettlingen und Bad Herrenalb – arbeitet sie bewusst anders als ein klassisches Ladengeschäft. Kundinnen und Kunden aus dem Albtal, aus Baden-Baden und der Pforzheimer Region kommen nach Termin – für präzise Messungen, ehrliche Beratung und individuelle Sehlösungen.

STILPUNKTE: Frau Kraft, Sie stammen aus einer Optikerfamilie. War Ihnen früh klar, dass gutes Sehen einmal Ihr Lebensthema wird?

Susanne Kraft: Nein, eigentlich überhaupt nicht. Ich wollte ursprünglich Physiotherapeutin werden und bin eher über Umwege in die Augenoptik gekommen. Meine Mutter war Augenoptikerin, mein Stiefvater Augenoptikermeister, auch mein Stiefbruder ist Augenoptikermeister. Ich bin also mit dem Thema groß geworden, habe aber erst später verstanden, wie spannend und wichtig dieser Beruf wirklich ist. Heute würde ich sagen: Viele Puzzleteile haben sich erst im Laufe der Jahre zusammengefügt.

Kraftsicht Meisteroptik

STILPUNKTE: Was hat Sie besonders geprägt?

Susanne Kraft: Ich habe sehr viele Stationen erlebt: klassische Augenoptik, Filialstrukturen einer großen Kette, Schulungen, Referentin an Meisterschulen und Meisterprüfungsausschuss. Dadurch habe ich sehr viele Menschen geschult und ausgebildet. Fachlich ist das ein großer Vorteil, weil man Themen immer wieder erklären, prüfen und vertiefen muss. Später wollte ich aber zurück an die Basis – zu den Menschen und zu der Frage: Was benötigt diese eine Person für ihre Augen und ihren Alltag wirklich?

STILPUNKTE: Kraftsicht Meisteroptik ist bewusst kein klassisches Optikgeschäft. Warum?

Susanne Kraft: Weil mein Konzept mit Masse nicht zusammenpasst. Ich arbeite nach Termin, nehme mir Zeit und mache eine ausführliche Anamnese. Viele Menschen erzählen erst im Gespräch, was ihnen wirklich wichtig ist: Bildschirmarbeit, Autofahren, Kopfschmerzen, Migräne und Sport sowie Garten, Reisen, hohe Sehansprüche oder der Wunsch, nicht ständig zwischen mehreren Brillen wechseln zu müssen. Aus diesen Informationen entsteht oft schon ein Bild davon, welche Lösung sinnvoll sein könnte. 

STILPUNKTE: Sie arbeiten auch nicht nach klassischen Ladenzeiten. Ist das Teil dieses Konzepts?

Susanne Kraft: Ja, ganz bewusst. Ich habe keine Laufkundschaft und keine starren Ladenzeiten, sondern vereinbare Termine so, wie es zum Leben der Menschen passt. Wenn jemand nur sehr früh morgens, abends oder am Wochenende kann, finden wir eine Lösung. Wenn eine Brille defekt ist und jemand vor der Arbeit dringend eine Messung benötigt, kann auch einmal ein Termin morgens um sechs sinnvoll sein. Diese Flexibilität ist für mich ein wichtiger Teil persönlicher Beratung.

Kraftsicht Meisteroptik

STILPUNKTE: Viele Menschen suchen einen Optiker in Ettlingen oder möchten ihre neue Brille in Ettlingen kaufen. Warum lohnt sich der Weg nach Marxzell-Burbach?

Susanne Kraft: Weil es hier nicht darum geht, schnell irgendeine Brille auszusuchen. Natürlich verkaufe ich Brillen – keine Frage. Aber ich möchte, dass Kundinnen und Kunden verstehen, was sie bekommen, welche Möglichkeiten es gibt und warum eine bestimmte Lösung zu ihrem Alltag passt. Manchmal ist das eine Gleitsichtbrille, manchmal eine Arbeitsplatzbrille, manchmal eine Sonnenbrille mit speziellen Kontrast- oder Polarisationsgläsern und manchmal auch eine ganz andere Versorgung.

STILPUNKTE: Sie sagen, gutes Sehen sei mehr als scharfes Sehen. Was meinen Sie damit?

Susanne Kraft: Viele denken: Wenn ich die Buchstaben lesen kann, ist alles gut. Aber entscheidend ist auch, wie beide Augen zusammenarbeiten. Wir haben zwei Augen, also im Prinzip zwei Kameras. Wenn die Bilder nicht gut zusammengeführt werden, kann das für das System sehr anstrengend werden. Manche sehen trotzdem scharf, haben aber Kopfschmerzen, Migräne und Nackenbeschwerden, andere leiden an Schwindel oder Konzentrationsproblemen. In all diesen Fällen reicht ein schneller Sehtest oft nicht aus.

STILPUNKTE: Das betrifft besonders Menschen mit viel Bildschirmarbeit?

Susanne Kraft: Absolut. Durch Handy, Laptop, mehrere Bildschirme und wenig Blick in die Ferne ist unser visuelles System stark belastet. Gerade Menschen Ende 30, Anfang 40 merken oft, dass Naharbeit anstrengender wird. Eine Arbeitsplatzbrille muss zum Menschen, zur Entfernung, zur Haltung, zum Bildschirm und zum Arbeitsalltag passen. Wer acht Stunden am Tag am PC sitzt, braucht mehr als eine Standardversorgung.

Kraftsicht Meisteroptik

STILPUNKTE: Warum ist gerade die Gleitsichtbrille so anspruchsvoll?

Susanne Kraft: Weil bei einer guten Gleitsichtbrille alles zusammenpassen muss: Messung, Glaswahl, Fassung, Sitz, Zentrierung, Anpassung und nicht zuletzt handwerkliches Know-how. Jeder Mensch bewegt sich anders, schaut anders und arbeitet anders. Eine Gleitsichtbrille ist deshalb keine Lösung aus dem Regal. Sie muss zum Menschen passen – nicht nur zu seinen Messwerten.

STILPUNKTE: Sie beschäftigen sich auch mit Kindern und Kurzsichtigkeit. Was beobachten Sie?

Susanne Kraft: Bei Kindern ist es besonders wichtig, genau hinzuschauen. Viele verbringen viele Stunden an Bildschirmen aller Art und sind immer weniger draußen. Wenn Kurzsichtigkeit entsteht oder schnell zunimmt, sollte man das begleiten. Es gibt Möglichkeiten der Myopie-Prävention, etwa spezielle Brillengläser oder Kontaktlinsen. Dafür braucht es Zeit, regelmäßige Kontrolle und eine sorgfältige fachliche Einschätzung. 

STILPUNKTE: Wo ziehen Sie die Grenze zur Augenmedizin?

Susanne Kraft: Ich stelle keine Diagnosen. Das ist Aufgabe der Augenärztinnen und Augenärzte. Aber als erfahrene Augenoptikermeisterin kann ich genau hinschauen, Auffälligkeiten erkennen und sinnvoll weiterleiten. Ich arbeite mit einer der besten Netzhautkameras, messe unter anderem den Augendruck und habe ein Top-Netzwerk aus Augenärzten und Fachleuten. Das Ziel ist nicht, den Augenarzt zu ersetzen, sondern Menschen besser einzuordnen.

Kraftsicht Meisteroptik

STILPUNKTE: Was wünschen Sie sich, dass Menschen über ihre Augen besser verstehen dürfen?

Susanne Kraft: Dass gutes Sehen nicht selbstverständlich ist. Viele merken erst, wie wichtig die Augen sind, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren. Wir geben viel Geld für Technik und andere Dinge aus, aber die Brille wird oft unterschätzt. Dabei begleitet sie viele Menschen jeden Tag, viele Jahre lang. Für mich ist eine gute Brille nicht nur ein Hilfsmittel. Sie ist vielmehr getragene Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Warum reicht ein einfacher Sehtest oft nicht aus?

Neben scharfem Sehen ist auch entscheidend, wie beide Augen zusammenarbeiten – Probleme im Zusammenspiel können zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Konzentrationsproblemen führen, ohne dass die Sehschärfe selbst betroffen ist.

Was macht eine gute Arbeitsplatzbrille aus?

Sie muss individuell auf Entfernung, Haltung, Bildschirmnutzung und den Arbeitsalltag der jeweiligen Person abgestimmt werden, da eine Standardversorgung besonders bei intensiver Bildschirmarbeit oft nicht ausreicht.

Warum ist die Anpassung einer Gleitsichtbrille so anspruchsvoll?

Neben Messung und Glaswahl müssen auch Fassung, Sitz, Zentrierung und handwerkliches Können exakt zusammenpassen, da jeder Mensch sich anders bewegt und unterschiedlich sieht.

Welche Rolle spielt Myopie-Prävention bei Kindern?

Bei zunehmender Kurzsichtigkeit können spezielle Brillengläser oder Kontaktlinsen unterstützend wirken, wobei regelmäßige Kontrolle und eine sorgfältige fachliche Begleitung wichtig sind.

Wo liegt die Grenze zwischen Augenoptik und Augenmedizin?

Susanne Kraft stellt keine Diagnosen, kann aber durch Netzhautkamera und Augendruckmessung Auffälligkeiten erkennen und bei Bedarf an ein Netzwerk aus Augenärzten weiterleiten.

von Peter Laaks
Veröffentlicht am 24. Juli 2026
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Susanne Kraft

Susanne Kraft

Inhaberin Kraftsicht Meisteroptik

Kurzbeschreibung über Susanne Kraft

Susanne Kraft stammt aus einer Optikerfamilie und kam nach Stationen in klassischer Augenoptik, Filialstrukturen sowie als Referentin an Meisterschulen zur eigenen Vision: individuelle, persönliche Augenoptik statt Massenabfertigung.

Mit Kraftsicht Meisteroptik in Marxzell-Burbach gründete sie ein Konzept ganz ohne feste Ladenzeiten – Beratung ausschließlich nach Termin, mit ausführlicher Anamnese und Fokus auf individuelle Lösungen wie Gleitsichtbrillen, Arbeitsplatzbrillen und Myopie-Prävention bei Kindern.

Ihr Leitsatz: Gutes Sehen ist mehr als scharfes Sehen – eine Brille ist gelebte Lebensqualität.



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