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Tradition mit Esprit - Taittinger ist perlender Luxus

Golden und prickelnd fließt der Champagner. Wenn er in den Gläsern perlt, steigt meist die Stimmung. Denn Champagner gilt als passendes Getränk für besondere Anlässe. So betont auch Vitalie Taittinger, Art-Directrice im berühmten Champagnerhaus, „Luxus ist, eine Flasche Champagner mit lieben Menschen zu teilen.“ Die 34-Jährige mit einem Diplom von der Lyoner Hochschule für Gestaltung ist für die künstlerische Neuausrichtung des Traditionsproduktes zuständig.

Taittinger ist nämlich eine der letzten Familien in der Champagne, deren Name auf dem Etikett jeder Flasche steht. So engagiert sich Vitalie Taittinger unter der Regie ihres Vaters Emmanuel Taittinger gemeinsam mit ihrem Bruder Clovis, der den Export betreut, für den Erfolg des Familienunternehmens, das in Reims beheimatet ist. Zum Familienunternehmen gehören unter anderem einzigartige Kreidekeller aus dem 4. und 13. Jahrhundert, in denen die wertvollen Flaschen lagern. Der bis zu 18 Meter unter die Erde führende Abstieg gleicht einer Reise in die Vergangenheit, auf der man den Geist der im 13. Jahrhundert tätigen Mönche trifft. Das neue Besucherzentrum für die mehr als 60.000 Besucher, die in jedem Jahr die Kreidekeller des ehemaligen Benediktinerklosters von Saint-Nicaise besichtigen möchten, ist nur eines von vielen Projekten der Kreativ-Direktorin Vitalie Taittinger.

IN KREIDEKELLERN REIFT DER CHAMPAGNER VON TAITTINGER

So treibt sie auch die Restaurierung des Familienschlösschens „La Marquetterie“ mit Blick auf die Côte des Blancs voran. Das 1734 im puren Stil Ludwig XV. errichtete herrschaftliche Anwesen schmiegt sich an die Hänge der Weinberge, die im Westen den Ort Pierry überragen. Viele bekannte Persönlichkeiten gaben sich dort im Verlauf der Jahrhunderte ein Stelldichein. 1734 gründete Jacques Forneaux auch das Handelshaus, aus dem später Taittinger Champagne wurde. Der Zusammenschluss der Familien Forneaux und Forest Anfang des 19. Jahrhunderts sorgt für Wachstum und Entwicklung. Das zuerst vom Krieg und anschließend von der Wirtschaftskrise 1929 stark mitgenommene Unternehmen wird von Pierre Taittinger, dem Großvater des heutigen Inhabers, im Jahre 1932 aufgekauft.

Mittlerweile erstreckt sich das Weinanbaugebiet von Taittinger über 288 Hektar mit mehr als 37 der besten Lagen in der Champagne. So schätzen Kenner in aller Welt besonders den “Comtes de Champagne Blanc de Blancs”, der wie alle Produkte von Taittinger in Deutschland über das Händlernetz von Wein Wolf (www.weinwolf.de) vertrieben wird. Der Jahrgangs-Champagner aus den weißen Chardonnay-Trauben gilt als Quintessenz der Champagnerkunst der Familie Taittinger.

Text: Claudia Wingens | Foto: Taittinger

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