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Ratgeber Ledersessel

Kunst- oder Echtleder

Ratgeber Ledersessel

Leben & Wohnen

06.05.2022

Es gibt Möbel im eigenen Zuhause, die übernehmen eher einen funktionalen Zweck und sollen sich daher unauffällig in das Gesamtbild einfügen. Ebenso gibt es aber Möbel, die als „Eyecatcher“ fungieren können und dadurch den Raum aufwerten. Sie werden bewusst so inszeniert, dass sie beim Betreten direkt ins Auge stechen und den gesamten Einrichtungsstil des betreffenden Zimmers prägen. Ein Ledersessel eignet sich dafür hervorragend. Warum? Weil er einerseits Komfort ausstrahlt und zum Verweilen einlädt. Andererseits präsentiert er sich im rustikalen Flair und passt daher perfekt zu einer Vielzahl an Wohnstilen vom Industrial Chic bis hin zu den natürlichen Einrichtungsstilen, die derzeit voll im Trend liegen.

Wohnräume aufwerten durch Designersessel

Augenscheinlich ist ein Sessel nichts Besonderes, vielleicht nicht einmal so komfortabel wie ein Sofa, auf dem man sich in voller Länge ausbreiten kann. Dennoch wird er meist schnell zum Lieblingsplatz der Bewohner und Gäste, sobald er im Wohnzimmer platziert ist. Seit jeher strahlen Sessel nämlich eine ganz eigene Faszination aus, waren der Platz der Adeligen und ein Zeichen von Wohlstand. Der Sessel hat unter den Sitzmöbel daher lange Tradition und gehört für viele Menschen untrennbar in ein stilvoll eingerichtetes Wohnzimmer. Er stellt oft eine ortsflexible und damit hervorragende Ergänzung zum Sofa dar und kann – wie bereits erwähnt – als ganz besonderer Hingucker fungieren.

Das gilt vor allem, wenn er in ungewöhnlichen Farben oder hochwertigen Materialien gestaltet ist, beispielsweise aus Leder. Denn ein Ledersessel gehört zu den echten Klassikern und kommt niemals aus der Mode, wie ein Blick in die Trends der vergangenen Jahre und Jahrzehnte beweist. Damit ist der Ledersessel der „Dauerbrenner“ im Wohnzimmer und kann je nach individuellem Geschmack in modernen Variationen, in eleganten Farben oder im Chesterfield-Look gewählt werden. Wichtig ist also, dass sich der Sessel stimmig in den Einrichtungsstil einfügt. Jedoch kann er dabei gerne als „Leitfigur“ dienen, sprich bewusst als Hingucker in Szene gesetzt werden.

Ledersessel richtig in Szene setzen – Tipps und Tricks

Um den perfekten Sessel zu finden, ist es also erst einmal wichtig, sich für einen Stil zu entscheiden. Auch Ledersessel gibt es heutzutage schließlich nicht mehr nur in klassischen, sondern auch in modernen Varianten. Er kann sich dadurch unauffällig in das Gesamtbild einfügen, muss er aber nicht. Wer den Ledersessel bewusst hervorheben möchte, wählt ihn am besten in einer auffälligen, aber dennoch zum Farbkonzept passenden Farbe. Ist das Wohnzimmer beispielsweise in Naturtönen gehalten, kann ein roter Ledersessel zum Farbkleks werden.
Aber auch ein besonders großer Ledersessel sticht sofort ins Auge, unabhängig von seiner Farbe. In den Fokus rückt das Möbelstück außerdem, wenn es eine prominente Position im Raum erhält, beispielsweise frontal vor dem Fernseher oder vor einem großen Fenster mit tollem Blick nach draußen. Dann kann der Sessel mit einem kleinen Teppich und einer stilistisch passenden Stehleuchte zu einer eigenen kleinen Sitzecke werden; eben zum neuen Lieblingsplatz. Es gibt also viele Möglichkeiten, um einen Sessel besonders in Szene zu setzen. Wichtig ist aber in jedem Fall, die restlichen Einrichtungsgegenstände bewusst dezent zu halten, damit das Ergebnis nicht „überladen“ wirkt.

Kunst- oder Echtleder: eine Grundsatzentscheidung

Sei es der beeindruckende Chesterfield-Sessel oder der elegante Relaxsessel – jeder von ihnen kann also zum ganz besonderen Hingucker in den eigenen vier Wänden werden. Damit er sich aber auch als komfortabel und funktional erweist, müssen neben der Optik für die perfekte Kaufentscheidung noch weitere Fragen geklärt werden. Dazu gehört jene nach dem Material. Leder ist dabei der Klassiker, jedoch gibt es Sessel heutzutage in vielfältigen weiteren Variationen, beispielsweise aus verschiedenen Natur- oder Kunstfasern. Für viele Menschen ist aber direkt klar: Der Sessel muss aus Leder sein, um die Tradition zu wahren und auch, weil das Material zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Aber Leder ist nicht gleich Leder. Unterschieden wird beispielsweise zwischen echtem und Kunstleder:

  • Kunstleder ist deutlich günstiger als echtes Leder, lässt sich aber bei entsprechender Qualität optisch kaum davon unterscheiden. Es ist zudem pflegeleichter, sprich Flecken lassen sich einfacher entfernen und bei Bedarf können auch die Bezüge relativ simpel sowie kostengünstig erneuert werden. Für viele Menschen handelt es sich zudem um eine Grundsatzentscheidung, da sie schlichtweg keine tierischen Materialien bei ihrer Einrichtung wünschen. Kunstleder ist also eine vegane Alternative zum klassischen Echtledersessel, ohne auf die coole Optik verzichten zu müssen. Es bringt aber auch Nachteile mit sich: Es ist weniger atmungsaktiv und oftmals auch weniger komfortabel als Echtleder. Bei schlechter Qualität kann es zu Rissen in der Oberfläche kommen und die Herstellung sowie Entsorgung ist oftmals weniger nachhaltig.
  • Echtleder ist hingegen ein Naturprodukt und daher im Prinzip nachhaltig; allerdings abhängig vom Produktionsprozess und der Materialherkunft. Es bietet eine gute Atmungsaktivität sowie Haptik – und dadurch maximalen Komfort. Echtleder macht außerdem jeden Sessel zu einem Unikat, denn es verfügt über eine individuelle Struktur, Farbe & Co. Bei richtiger Pflege handelt es sich zudem um ein langlebiges Möbelstück, sozusagen um eine Investition für das ganze Leben.

Kunstleder ist also die perfekte Wahl für alle, die Geld sparen möchten oder bei denen das Möbelstück großen Strapazen ausgesetzt ist, beispielsweise durch Haustiere oder Kinder. Dann fallen Reparaturen oder ein Austausch finanziell weniger ins Gewicht. Zudem finden Veganer mit Kunstleder eine tolle Möglichkeit, um dennoch einen Ledersessel als Hingucker zu inszenieren. In jedem Fall sollten aber Nachhaltigkeitsaspekte und die Qualität beim Kauf berücksichtigt werden. Wer hingegen kein Problem mit tierischen Produkten hat und eine Investition für lange Zeit tätigen will, ist mit Echtleder besser beraten. Es bedeutet maximale Qualität, maximalen Komfort und eine maximale Lebensdauer. Auch dann sollte allerdings auf die Herkunft geachtet werden, wenn es um Tierwohl und Umweltschutz geht.

Übrigens: Gerade, weil Ledersessel viele Jahrzehnte überdauern können, begeistern sich viele Menschen für alte Modelle aus Second-Hand-Shops oder von Flohmärkten. So lässt sich ein echtes Schnäppchen machen und ein Möbelstück mit einzigartiger Geschichte ins eigene Zuhause holen. Auch das macht für einige Leute die Faszination am klassischen Ledersessel aus. Allerdings führen hygienische Bedenken oftmals dazu, den Sessel lieber neu zu kaufen; dann kann er mit einer eigenen Geschichte „beschrieben“ und vielleicht eines Tages an die Kinder sowie Kindeskinder vererbt werden.

Glattleder oftmals besser als Rauleder

Schlussendlich gibt es also kein „Richtig“ oder „Falsch“, wenn es um die Auswahl von Ledersesseln geht. Wichtig ist nur, dass er zum eigenen Geschmack passt und sich als funktional erweist. Dann wird der Sessel garantiert zum beliebten Rückzugsort für alle Familienmitglieder sowie Gäste. Wer sich für Echtleder entscheidet, muss dabei aber noch eine zweite Frage beantworten: Soll es sich um Glatt- oder Rauleder handeln?


  • Glattleder wirkt traditioneller und rustikaler. Es wird gerne für klassische Möbelstücke wie das Chesterfield-Sofa gewählt und bringt durchaus Vorteile mit sich. Es lässt sich nämlich mit einem feuchten Tuch spielend leicht reinigen, wodurch es besonders langlebig ist und oftmals auch nach vielen Jahrzehnten noch schön aussieht.
  • Rauleder wirkt eleganter und moderner, ist allerdings äußerst empfindlich. Schnell bleiben Spuren wie Kratzer auf dem Sessel und (Wasser-) Flecken lassen sich kaum mehr beseitigen. Dadurch ist es weniger langlebig als der klassische Glattledersessel.

Es lohnt sich deshalb, in solchen Fällen über den Kauf eines Kunstledersessels mit „Raulederoptik“ nachzudenken. Wer dennoch Echtleder bevorzugt, hat bestenfalls einen Haushalt ohne Kinder oder Haustiere. Alternativ kann der Sessel geschützt werden, indem (bei Benutzung) Decken und Kissen darüber gelegt werden. Das verleiht ihm zugleich einen noch gemütlicheren Look.

Fazit

Ledersessel – ja oder nein? Echtes oder Kunstleder? Rau oder Glattleder? Dezente oder knallige Farbe? Bei der Einrichtung des Wohnzimmers müssen viele Fragen beantwortet werden. Ein Sessel ist dabei sicherlich kein Muss, kann aber zum tollen Hingucker und komfortablen Lieblingsplatz werden, eben beinahe wie auf einem Thron. Es lohnt sich also, einen Ledersessel als „Eyecatcher“ zumindest in Erwägung zu ziehen und diesen passend zum individuellen Geschmack sowie zur jeweiligen Lebenssituation auszuwählen. Dann sorgt er nicht nur für kurze Zeit, sondern über viele Jahre oder Jahrzehnte hinweg für Freude sowie die eine oder andere unvergessliche Erinnerung – garantiert!

 

Text: STILPUNKTE® Redaktion, FB

Bildquelle
1) stock.adobe.com © Angelov #223960325
2) stock.adobe.com © Robert Kneschke #108010340
3) stock.adobe.com © neatsoup #32830237

 
 
 
 

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